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Hund versus Mann?!

Im Laufe meines Lebens habe ich folgende, überraschende Feststellung gemacht:

Ich ertrage einen schnarchenden Hund in meinem Bett viel besser als einen schnarchenden Mann.

 

Genau genommen ist es so, dass mir ein schnarchender Hund ein mildes Lächeln entlockt, während ein dieselben Geräusche erzeugender Mann bei mir Mordgelüste hervorruft.

 
Iron und Michi schlafend

Schnarcht der Hund, schlafe ich alsbald selber ein. Schnarcht der Mann, liege ich wach und fühle mich aufs Äusserste gestört.

 

Natürlich habe ich mich auch gefragt, WARUM das so ist und habe Fallstudien am lebenden Objekt betrieben. Das Ergebnis ist also, wenn man so will, wissenschaftlich belegt.

 

Ich persönlich habe zwei Hunde. Davon ist einer männlich und schläft in meinem Bett. Diesen Platz hat er sich mit subtilen Tricks langsam erschlichen und bevor ich gemerkt habe, was los ist, war es für erzieherische Massnahmen zu spät.


Hier zeigt sich schon der erste Unterschied zu einem Mann:

Wenn ein Mann ins Bett geht, wird Frau es auf jeden Fall bemerken, da er aus drei Metern Entfernung einen Köpper ins Bett macht und mit seinem vollen Kampfgewicht die Lattenroste zum höchstmöglichen Durchbiegewinkel zwingt.

Die Frau kann dann von Glück sagen, wenn sie durch die entstehenden Druckwelle nicht aus dem Schlafzimmer geweht wird.

 

Um das wissenschaftliche Gleichgewicht zu behalten:
Männer befanden sich zum Zeitpunkt der Studie nicht in meinem Haushalt. Ich greife daher auf meinen Erfahrungsschatz aus der Vergangenheit zurück und erhalte somit einen durchaus repräsentativen Durchschnitt typischer Verhaltensmuster bei Männern.

 

Die Unterschiede von einem schnarchenden Hund zu einem schnarchenden Mann sind auffallend groß:

 

Die Tatsache, dass mein Hund im Bett liegt und schnarcht, vermittelt mir folgende schlichte wie wichtige Information: Meinem Hund geht es gut!

 

Wenn ein Mann an meiner Seite liegt und schnarcht, kann ich mit absoluter Sicherheit davon ausgehen: Es geht ihm nicht gut.

 

Denn entweder leidet er an Übergewicht, hat vor dem Zubettgehen ein Übermass an Alkohol zu sich genommen oder aber ärgert sich schon seit Jahren mit einer inoperablen schiefen Nasenscheidewand herum. In allen drei Fällen wird sich das Schnarchen die Nacht hindurch steigern.

 

Mein schnarchender Hund drückt mit seiner entspannten, auf dem Rücken liegenden Körperhaltung aus, dass er meine unmittelbare Nähe sehr schätzt und sich über die besondere Ehre, mit mir ein Bett teilen zu dürfen, sehr wohl bewusst ist.

 

Ein Mann, der schnarcht, liegt meistens auch auf dem Rücken - mit halbgeöffneten Mund und weit von sich gestreckten Armen und Beinen. Diese Körperhaltung drückt aus:
Das Bett gehört mir!

Um seine innere Einstellung zu unterstreichen, wird er der neben sich liegenden Frau hin und wieder den Ellebogen - angeblich unbewusst - ins Gesicht rammen oder sich so lange herum wälzen, bis die Frau unfreiwillig aus dem Bett stürzt und von dort aufs Sofa umzieht. Der Mann wird die Abwesenheit natürlich nicht bemerken - was widerum einem Hund nie passieren könnte!

 

Machmal geschieht es, dass mein Hund mich, kurzzeitig erwachend, mit einem Auge anblinzelt, sich kurz räkelt und dann wieder einschläft. Er hat dabei nur kurz überprüft, ob ich auch wirklich noch da bin und lässt mich wissen, dass er meine unmittelbare Nähe besonders beruhigend findet.

 

Ein Mann öffnet (wenn überhaupt) ein Auge nur dann, wenn Frau ihm bereits seit geraumer Zeit auf dem Brustkopf herumhämmert, weil das Schnarchen die Lautstärke eines alten Traktors angenommen hat. Verzweifelt wird sie darum bemüht sein, dass der Mann sich auf die Seite rollt, damit das Schnarchen ein Ende findet.


Manchmal legen sich Männer nach dieser Aufforderung unter lauten Gebrummel auch tatsächlich auf die Seite, aber nur um sofort wieder auf den Rücken zu rollen, sobald die Frau Anstalten macht, einzuschlafen.

 

Wenn mein Hund sein Schnarchen unterbricht, so deswegen, um das Fussende des Bettes zu verlassen und sich vorsichtig in meine Armbeuge zu legen. Nun weiß
ich, dass er Körperkontakt sucht und gerne kuscheln möchte.

 

Ein Mann, der des Nächtens durchs Bett robbt und Körperkontakt sucht, will in hundert von hundert Fällen etwas anderes als Kuscheln....!

 

(Ich habe noch nie einen Rüden erlebt, der beim Anblick einer tollen Hündin vortäuscht, kuscheln zu wollen, nur um dann doch Sex zu bekommen. Für die meisten Männer existiert Kuscheln nicht als eigenständiges Ereignis. Manche haben es auch komplett aus ihrem Repertoire gestrichen).

 

Nicht selten beginnt mein Hund sich, bevor er einschläft, ausgiebig zu putzen. Dabei knabbert er sich an den Pfoten (was sind das nur für niedliche kleine Füsschen?!), kratzt sich hinter den Ohren und spart auch besonders den hinteren Bauchbereich nicht aus - dort wo das auffälligste Merkmal seiner Männlichkeit sitzt.

Schmatzgeräusche empfinde ich zwar generell als Körperverletzung - auch wenn sie von meinem Hund beim Säubern der besagten Körperregion ausgehen. Aber immer dann, wenn ich ihn rügen will, bin ich froh, dass es mein Hund ist, der sich da putzt und kein Mann.

 

Was bitte gäbe ein Mann für ein Bild ab, wenn er sich auf diese Art der Körperpflege hingeben würde? Ich bin mir allerings sicher, dass eine Umfrage bei Männern ergeben würde, dass wenn sie zu dieser Art der Hygiene in der Lage wären, es auch gerne tun würden! Ja das würden sie!

 

Sobald der Morgen anbricht, weckt mein Hund mich, indem er mich voller Liebe ein Weile betrachtet und dann mein Gesicht mit Küssen bedeckt. Die Erleichterung, dass ich wieder aufgewacht bin, noch atme und wir einen weiteren schönen Tag miteinander verbringen, ist ihm dabei ins Gesicht geschrieben.

 

Ein Mann, der morgens neben dem Bett seiner Frau steht und sie wach küsst, wird sagen: Tschööö Schatz, kannst Du für mich bitte zur Post gehen und danach das Auto in die Inspektion bringen? Übrigens, die Cornflakes sind leer. Ach und ich komme heute Abend später. Hab noch ein Treffen mit meinem...Chef.

 

Falls hier gerade der Eindruck entsteht, ich stünde dem männlichen Geschlecht kritisch gegenüber, so entspricht dieser Eindruck nicht der Realität. Gefühlsäußerungen solcher Art haben ja auch in einer wissenschaftlichen Fallstudie keinerlei Platz.


Dennoch möchte ich es hier betonen:

Ich finde Männer toll. Sie haben wirklich jede Menge tolle Eigenschaften.


Im Gegensatz zum Hund würde ein Mann zum Beispiel, wenn er hinter einem Häschen her ist, dieses niemals im Nacken packen und einem zu Hause vor die Füße legen. Im Normalfall erzählen Männer nichts von erbeuteten Häschen!


Männer pinkeln auch nicht überall dran. Das ist ein riesen Vorteil.


Sie können elektrische Geräte reparieren und mit Computern umgehen. Sie wissen, wie man ein Auto abschleppt und was Abseits bedeutet. Welcher Hund kann das schon?

 

Nein wirklich, Männer sind ja aus dem Leben einer Frau nicht wegzudenken...!
.
(Wir wollen hier unerwähnt lassen, dass Frau ein kaputtes elektrisches Gerät auch zum Fachhandel bringen kann. Dass es den ADAC gibt und dass, bis Männer verstanden haben, dass sie nicht überall dran pinkeln dürfen, Jahrhunderte vergangen sind).

 

Es soll natürlich auch nicht schnarchende männliche Exemplare geben. Die Wahrscheinlichkeit, ein solches Exemplar zu treffen, ist jedoch gering, da sie vermutlich sofort von einem Schlaflabor aufgeriffen und zu wissenschaftlichen Forschungen herangezogen werden.


Sollte mir ein nicht schnarchender Mann begegnen, so werde ich diese meine Studie natürlich um weitere Beobachtungen ergänzen.


Interessant wäre auch die Fragestellung:
Gibt es nicht schnarchende Männer, die ihr Bett mit ihrem Hund teilen? Aber das würde an dieser Stelle zu weit führen.

 

Während ich diese Zeilen schreibe, liegt mein Hund bereits im Bett..und ich kann sein leises Schnarchen hören!


So schließe ich meine Studie hier und ziehe ein Fazit:


Das Schnarchen von Hunden ist geatmete Unschuld.

 

Das Schnarchen von Männern hingegen dient nur dazu, die Frauen langsam aber sicher     in den Wahnsinn zu treiben.

 

Ein bittere, aber sehr wichtige Erkenntnis.

 

Quelle: rp-online.de

 
 
 
 
 
Eine ziemlich subjektive Lobpreisung an den Tollsten aller Hunde
 
 
Eine traurige Geschichte von einem billigen Wühltischwelpen aus dem Ausland

 

 

 

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